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Ich möchte euch erzählen, wie der Herr Jesus Christus mein Leben verändert hat und mir ein neues und ewiges Leben gab.  Im Alter von 8 - 9 Jahren lebte ich in Campodipietra mit meiner Großmutter, da ich dort die Schule besuchte. Als meine Mutter aus Deutschland wieder zurückkam, sagte sie, dass sie von Jesus erfahren und Ihn in ihrem Herzen aufgenommen habe. Auch wenn mir nicht bewusst war, was sie damit meinte, hatte ich sie noch nie zuvor so voller Freude und ausgeglichen gesehen. Mit dem vergehen der Tage bemerkte ich,  dass sie anders war als sonst; sie regte sich nicht so leicht auf wie früher, sie war immer gelassen, und sie las keine Fotoromanzen oder andere Zeitschriften mehr, wie sie es früher  üblicherweise tat, sondern sie las ein Buch von dessen Existenz ich nicht einmal wusste. Ich war verblüfft, als sie mir sagte, ?wehe, wenn du es wagst, in die katholische Kirche zu gehen?. Vorher hätte sie mich bestraft, wenn ich nicht hingegangen wäre, jetzt hätte sie das genaue Gegenteil gemacht. Ich war von ihrem Verhalten verwirrt, aber ich sah eine positive Veränderung in ihr. Sie erklärte mir und meinem Brüdern, was mit ihr geschehen war, jeden Tag las sie uns die Bibel vor, und diese Geschichten faszinierten mich immer mehr. Ich begann mich in Gott zu verlieben, den ich vorher nur als Schöpfer kannte. Als die Ferien zu Ende gingen, kehrten alle wieder zurück nach Deutschland, und ich blieb wieder allein mit meiner Großmutter, die mich zwang Messdiener zu sein. Sie sagte mir, dass meine Mutter verrückt geworden sei, und das denke nicht nur sie, sondern das gesamte Dorf. Ein Jahr später zog ich nach Deutschland, und meine Mutter kämpfte sehr mit mir, um mich nicht mehr stehlen zu lassen, dass ich aufhörte Schimpfwörter zu sagen und Lügen zu erzählen, alles Dinge, die normal waren in dem Milieu, in dem ich aufgewachsen war. Ich fühlte mich wie der Prinz der Stadt, der alles tun durfte, was er wollte, ich machte mich über alle Deutschen lustig, betrog und war in Schlägereien verwickelt.  Durch das tägliche Lesen der Bibel hörte ich im Alter von 13 Jahren auf, Schimpfwörter zu sagen, ab und an sagte ich noch die ein oder andere Lüge, aber es gefiel mir  nicht mehr, die Menschen zu täuschen. Etwas in mir war anders und auch meine alten Freunde begannen dies schweren Herzens wahrzunehmen.  Jesus wirkte in meinem Leben. Aber leider fand Satan im Alter von 17 Jahren eine Möglichkeit, um mich zu Fall zu bringen. Ich fühlte mich sofort schuldig danach, und so entfernte ich mich vom Herrn und suchte Glück in den Dingen der Welt, vor allem im Glücksspiel. Ich lernte meine Frau kennen und die Krisen mit ihr trieben mich immer weiter runter, ich vernachlässigte meine Pflichten als Ehemann und Vater. Aus diesen Gründen trennte ich mich von meiner Frau. Ich gab mich völlig dieser Welt hin, und ich erinnerte mich nur ab und an, an den Herrn, am Abend, wenn ich nicht gut drauf war, oder ich mich allein fühlte, obwohl ich viele Freunde hatte.

Der Wandel erfolgte am 06.03.1996, ein regelrechter Festtag für mich. Während ich Glücksspiele spielte fand eine Polizeikontrolle statt. Ich wurde verhaftet, weil ich für meine Ehefrau und meine Kinder keine Unterhaltszahlungen geleistet hatte.

Ich begann mich im Gefängnis zu langweilen, ich bat einen Häftling, um etwas zu lesen:  Er gab mir eine Bibel. Das Lesen rief mir viele Erinnerungen ins Gedächtnis und alles, was ich gelernt hatte. Ich dachte daran, was ich alles verloren hatte in all den Jahren, in denen ich mich von Gott entfernt hatte, um der Welt zu folgen. Ich dachte daran, wie glücklich ich war, als meine Mutter mir aus der Bibel vorlas und mir von Gott erzählte. Ich dachte daran, als  der liebe Bruder G. Schembre vom Herrn mit mir sprach im BASF-Bus, während wir zur Arbeit fuhren und dann an den lieben Bruder S. Soccio, der mich in der Stadt traf, in Mannheim und mich zu den Gemeindeversammlungen einlud, aber ich, ein Dickkopf,  lehnte weiterhin ab.  Ich begann zu beten morgens und abends, indem ich den Herrn um Vergebung bat für all meine Fehler, und sagte ihm, dass ich mich verpflichten würde, Ihm zu folgen auch nachdem ich aus dem Gefängnis gekommen wäre. Ich wollte meine Familie zurückhaben, aber nach neun Jahren erschien mir  das unmöglich. Meine Ehefrau war außerdem nie bereit mich zu treffen, nicht einmal um einen Kaffee mit mir zu trinken. Bereits im Gefängnis konnte ich Gottes Segnungen erfahren und seine Vergebung. Nach einigen Tagen  bekam ich eine Einzelzelle, und ich hatte sogar einen Schlüssel, um mich einzuschließen, um nicht gestört zu werden; außerdem konnte ich raus gehen, wann ich wollte und wenn das noch nicht genug wäre, vertrauten sie mir eine Arbeit an,  dank der ich mich frei im ganzen Gefängnis, im Freien  oder drinnen zwischen den Korridoren, bewegen konnte  und gegen Ende auch außerhalb des Gefängnisses, in staatlichen Gebäuden oder privaten Villen. Ich war zuständig für die Gärtnerei,  die Verteilung von Getränken an Automaten, und ich arbeitete als Barmann in der Kantine des Gefängnisses. Alle beneideten mich für meine Aufgaben, die mir anvertraut wurden und während der letzten zwei Monate ernannten sie mich zum Gruppenleiter von  sieben Häftlingen, die mich auslachten, wenn ich mich in meine Zelle einschloss, um  Gottes Wort zu meditieren. Sie hielten mich für verrückt, und sie störten mich, sie klopften laut an die Tür. Und dann erreichte mich die Nachricht, dass ich anstelle von 12 Monaten, nur noch weitere vier Monate im Gefängnis bleiben musste. Ich muss zugeben, dass es mir dort gut ging, es tat mir fast leid fortzugehen. Der Verantwortliche der Wächter verabschiedete mich mit sehr viel Zuneigung. Dank meines Herrn kam ich aus dem Gefängnis und nahm sofort meinen Arbeitsplatz wieder auf, den ich zum Zeitpunkt meiner Inhaftierung hatte. Und wenn das noch nicht genug wäre, einige Tage später rief mich meine Ehefrau an und lud mich zu einem Kaffee ein. Dieses Treffen führte zu weiteren Verabredungen und so heirateten wir nochmal. Ehre sei Gott dafür.

Nachdem dies passierte, widmete ich dem Herrn nicht viel Zeit, und ich hegte Groll gegen meinen Arbeitgeber, der mich betrogen hatte, und deshalb war ich entschlossen, es ihm heimzuzahlen. Ich begann alle Laster der Firma zu zerstören, aber in der Zwischenzeit kam das Datum der Familienfreizeit in Friolzheim im Jahre 1999 immer näher und dort wendete ich mich an den Bruder Salvatore Caruso und an Antonio Russo;  wir beteten gemeinsam, und ich bat den Herrn mein Hirte zu sein. Es war der Herr, der mich daraufhin davon überzeugte, nichts gegen meinen Arbeitgeber zu unternehmen.

Dank dem Herrn bin ich heute ein glücklicher Mann.

Lob sei unserem Herrn Jesus Christus.

 (Mario D`Aversa)

 

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